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Binäre Optionen – die Alternative für Daytrader

26. Juli 2012 von Redaktion in Finanzen mit 0 Kommentaren

Täglich zeigen die Kurse an den Finanzmärkten dieser Welt eine hohe Volatilität. Seien es Aktien, Indizes, Währungen oder Rohstoffe. Anleger versuchen, sich diese Kursschwankungen zunutze zu machen. Je nach Anlagehorizont und Anlagestrategie werden verschiedene Instrumente benutzt, um den persönlichen Tradingstil umzusetzen. Während langfristige Investoren in der Regel schlicht Aktien, Anleihen oder Futureskontrakte erwerben, um eine Position einzugehen, benutzen kurzfristig agierende Trader oder Daytrader häufig Alternativen, in der Hoffnung, eine bessere Rendite bei geringerem Risiko erzielen zu können. Eine dieser Alternativen sind binäre Optionen.

Binäre Optionen – die Alternative für Trader

Binäre Optionen sind trotz der Namensähnlichkeit nicht zu vergleichen mit konventionellen Call- oder Put-Optionen, die an der Börse gehandelt werden und dem Käufer das Recht einräumen, nicht aber die Pflicht, einen vereinbarten Basiswert zu einem bestimmten Zeitpunkt und einem festgelegten Preis kaufen (Call) oder verkaufen (Put) zu können. Aufgrund vielfältiger Faktoren ist die Preisberechnung bei konventionellen Optionen sehr komplex, was hohes Fachwissen voraussetzt, um den korrekten Wert ermitteln zu können. Im Gegensatz dazu sind binäre Optionen relativ simple Finanzinstrumente, die dem privaten Trader erst seit einigen Jahren zur Verfügung stehen.

Binäre Optionen für Daytraderanyoption

Angeboten werden binäre Optionen von speziellen Brokern, die zugleich Market Maker sind. Das bedeutet, jeder Broker stellt den Markt für seine binäre Optionen, die nur von diesem Market Maker verkauft und auch nur von diesem Market Maker zurückgekauft werden. Binäre Optionen werden derzeit nicht an regulierten Börsenplätzen auf dieser Welt gehandelt. Dies bedeutet, man ist angewiesen auf den Broker, mit dem man binäre Optionen handelt. Dies birgt eine Vielzahl von Risiken, die es abzuwägen gilt, bevor man sich entscheidet, binäre Optionen zu handeln.

Der Kursverlauf ist bei binären Optionen entscheidend

Wer binäre Optionen erwirbt, der spekuliert darauf, dass ein Basiswert zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft entweder höher oder niedriger notiert als zu dem Zeitpunkt des Kaufes. Der Anlagehorizont kann mehrere Tage umfassen, kann aber auch nur ein paar Minuten betragen. Wer beispielsweise davon ausgeht, dass der DAX (Deutscher Aktienindex) innerhalb der nächsten fünf Minuten steigen wird, der kauft eine binäre Call-Option auf den DAX. Notiert der DAX tatsächlich höher, wird dem Käufer das Geld für die binäre Call-Option ausgezahlt zuzüglich einer zuvor festgelegten Prämie, die einen Prozentsatz des eingesetzten Kapitals beträgt. Dabei ist es vollkommen unwichtig, um wie viele Punkte der DAX höher notiert.

Sollte der DAX jedoch niedriger notieren oder unverändert sein, hat der Käufer das in die binäre Option investierte Kapital komplett verloren. Um dies an einem Beispiel zu verdeutlichen: Wer eine binäre Call-Option für 1.000 Euro kauft, deren Fälligkeit in fünf Minuten ist und deren Prämie 81 Prozent beträgt, verliert 1.000 Euro, wenn der Kurs des Basiswertes unverändert oder niedriger ist als zum Zeitpunkt des Kaufs. Wenn der Kurs des Basiswertes jedoch höher ist als zum Zeitpunkt des Kaufs, gewinnt der Trader 810 Euro. Für binäre Optionen ist nur wichtig, ob der Kurs höher, unverändert oder niedriger notiert. Anhand dieser drei Möglichkeiten wird bestimmt, ob mit binären Optionen ein Gewinn oder ein Verlust erzielt wird.

Binäre Optionen für Daytraderanyoption

Der Einfachheit stehen höhere Kosten gegenüber

Bei genauerer Betrachtungsweise wird ersichtlich, dass binäre Optionen den Nachteil haben, relativ hohe Kosten zu verursachen. Zum Vergleich, wer bei einem herkömmlichen CFD-Broker darauf spekuliert, dass der DAX um 50 Punkte steigen wird und zugleich einen Stopp-Loss 50 Punkte entfernt setzt, der muss bei einem Spread von einem Punkt in weniger als 51 Prozent aller Trades richtig liegen, um im Durchschnitt auf Break Even zu kommen. Betrachtet man binäre Optionen, deren Prämien beispielsweise 81 Prozent betragen, bei einem möglichen Verlust von 100 Prozent des eingesetzten Kapitals, muss man in über 55 Prozent aller Trades richtig liegen, nur um den Break Even zu erreichen. Aber aufgrund der Einfachheit gegenüber herkömmlichen Optionen bieten binäre Optionen dem chancenorientierten Trader trotzdem eine interessante Alternative.

Bildquelle: Silveira Neto – flickr.com (CC BY-SA 2.0)

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