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Bitcoins – Die Währung von morgen

19. Juli 2012 von Redaktion in Finanzen, Internet mit 1 Kommentar

Der wirtschaftliche Zusammenbruch, den wir derzeit in Spanien und Griechenland erleben, zeigt wie labil das globale Wirtschaftssystem genau genommen ist. Die Tatsache, dass ein Großzahl der Staaten miteinander wirtschaftlich vernetzt ist, macht das Gebilde anfällig. Auswirkungen davon haben wir bereits 2008 erlebt, die Folgen kann man selbst heute noch beobachten. Die als Milliardenhilfen deklarierten Rettungsversuche scheinen so wirklich auch nicht zu fruchten, weshalb ein Umdenken stattfinden muss, das vielleicht im technischen Fortschritt eine Art Keimzelle finden kann. Seit 2009 sorgt die Online-Währung Bitcoin für internationales Aufsehen. Was häufig als Geld aus der Steckdose eingestuft wird, könnte ein vielversprechendes Mittel zu einer schuldenfreien Wirtschaftszukunft darstellen.

Bitcoins

Bitcoins als Weltwährung?

Bitcoins: Kryptisches Verfahren einfach zu nutzen

2008 stellt der Japaner Satoshi Nakamoto ein revolutionäres System vor, dass die Geld- und Kaufabwicklung im Internet vollkommen losgelöst von Mittlerunternehmen wie Banken oder dem Staat möglich machen sollte. Genau diese sorgen mit hohen Transfergebühren für ein Erliegen vieler wirtschaftlicher Transaktionen. Mit der elektronischen Form des Geldtransfers soll dies umgangen werden. Wenngleich sich das System noch nicht überall durchsetzen konnte, vertrauen stetig mehr und mehr Anbieter und Onlineshops auf die Zahlung mit Bitcoins.

Da die Bitcoin Währung vollkommen dezentralisiert vorliegt und sich innerhalb eines Netzwerkes von Usern charakterisiert, sind Server und Banken vollkommen unnötig. Anonym werden die Bitcoins von Bitcoin- zu Bitcoinadresse geschickt und über eine kryptische Verschlüsselung sicher gemacht. Dies läuft vollkommen anonym ab, da die Adressen ein kaum durchsichtiger Schlüssel aus Zahlen sind. Zudem ist es aus Sicherheitsgründen möglich, die eigene Adresse stets neu zu generieren. Der Nachteil besteht darin, dass man bei falschen Transaktionen auf das Preisgeben der Identität bzw. das Wohlwollen der Partner angewiesen ist, die allein einen Rücktransfer möglich machen könnten.

Wie kommt man an Bitcoins?

Bitcoins erwerben kann jeder, gehandelt wird mit ihnen weltweit. Wer die neue Zahlungsmethode ausprobieren möchte, der sollte sich zunächst unter “bitcoin.org” den offiziellen Bitcoin Client herunterladen. Dank diesem erhält man eine Art virtuelle Geldbörse, die man fortan füllen kann. Dies schafft man, in dem auf Markets im Internet Währungseinheiten gekauft werden. Der Preis variiert hierbei und richtet sich stets nach der Nachfrage, dem Angebot und der individuellen Zahlungsbereitschaft. Das Prinzip der schwankenden Kurse gleicht letztlich dem der Börse.

Eine andere Methode ist das Bitcoin Mining, das Selbstgenerieren von Bitcoins, wobei dies nur mit sehr leistungsstarken Computern möglich ist und nur durch absolute Experten erreicht werden kann. Hat man Währungseinheiten erworben, kann man mit ihnen handeln oder damit einkaufen, in dem man die Bitcoins als Zahlungsmethode für den Onlinehandel angibt. Der Clou liegt letztendlich auch darin, dass man das virtuelle Geld jederzeit wieder verkaufen kann.

Bildquelle: zcopley – flickr.com (CC BY-SA 2.0)

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