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Technik

Normen und Sicherheit bei Hausinstallationen

25. Juli 2012 von Kai Beier in Technik mit 0 Kommentaren

Beim Hausbau in Eigenregie müssen viele Dinge im Vorfeld geklärt werden. Vor allem der Aspekt Elektroinstallation verlangt nach fachkundigem Rat und Erfahrung. Wir haben hier für Sie einige Ratschläge in den Bereichen Ausstattungsarten und -normen sowie Leitungsarten und Sicherheit zusammengetragen, die Sie als (zukünftiger) Bauherr beherzigen sollten.

Teilbereiche einer Hausinstallation

  • Komfort
  • Sicherheit
  • Sparen

Unter den ersten Teilbereich fallen Funktionen wie intelligente Jalousiesteuerung, automatische Regelung der Raumtemperatur oder automatisierte Fenstersteuerung. Zum Teilbereich Sicherheit gehören Ausstattungen wie Brand- und Rauchmelder, Einbruchsmelder und sonstige Alarmanlagen. Der letzte Punkt befasst sich mit der Optimierung des ganzen Gebäudes zur Senkung von Energiekosten: Wärmepumpen oder individuelle Temperatursteuerungen sind dazugehörige Installationen. Über diese Punkte muss schon am Reißbrett nachgedacht werden, da spätere Nachrüstungen, je nach Art des Wunsches, sehr aufwändig und teuer werden können.

Ausstattungsnormen

Verschiedene Hausinstallationen werden durch DIN-Normen, je nach Grad der Funktionsausstattung, eingeteilt. Das Vorschriftenwerk DIN 18015-2 gibt Auskunft, wie die elektrischen Anlagen in einem Gebäude ausgeführt sein müssen. Dies bezieht sich etwa auf die Anzahl der Steckdosen und Beleuchtungsvorrichtungen und die damit verbundenen Stromkreise.

Die Energiesparauflagen DIN 18015-4 und RAL-RG 678 sind als Ergänzung zum Standard-Regelwerk erhältlich. Um dem Verbraucher einen einfachen Überblick über die verschiedensten Ausstattungsformen geben zu können, wurde eine Einteilung in 6 Qualitätsstufen vorgenommen:

Wert Klassifikation Merkmale
1 * Mindestausstattung (18015-2)
1 plus *plus Mindestausstattung + Vorbereitung für Gebäudesystemtechnik DIN 18015-4
2 ** Standard
2 plus **plus Standard + mindestens ein Funktionsbereich DIN 18015-4
3 *** Komfortausstattung
3 plus ***plus Komfortausstattung + mindestens zwei Funktionsbereiche DIN 18015-4

Diese Übersicht ermöglicht es Bauherren, schon vorab die Eckdaten bezüglich Komfort und Ökonomie anhand der DIN-Vorgaben zu planen.

Übersicht der Leitungsarten

Funktion und Verlegungsort sind entscheidend bei der Wahl der stromführenden Kabel bei Ihrer Elektroinstallation. Dabei kann man fünf Gruppen unterscheiden:

  • Energiekabel
  • Datenkabel
  • Steuerleitungen
  • Tonmodulationskabel
  • Kombinationsleitungen

Die Eigenschaften, die ein Kabel kennzeichnen, werden durch den entsprechenden Einsatzort bestimmt:

  • Innenbereich
  • Erdkabel
  • Außenkabel
  • Feuerfeste Leitungen

Jede Kabelvariante wird noch in geschirmten und ungeschirmten Varianten hergestellt. Auch die Stromstärke ist ein wichtiger Faktor bei der Auswahl der Leitungen. Diesbezügliche Vorschriften werden in der EN Norm 60204-1:2007-06 beschrieben.

Steckdose

Vorsicht bei Elektroinstallationen

Der Aspekt Sicherheit

Der wichtigste Grundsatz bei der Durchführung einer Elektroinstallation ist: Sicherheit geht vor! Eine kleine Unachtsamkeit kann schon lebensbedrohliche Folgen haben.

Im Haushaltsnetz herrscht eine Spannung von 230 Volt Wechselstrom. Der standardmäßig verbaute Schutzleiter wird mit leitenden Teilen an elektrischen Geräten verbunden. Dieser sorgt für einen Kurzschluss bei einem Defekt und verhindert so Verletzungen. Nur Geräte ohne berührbare leitende Teile verfügen nicht über diese Vorrichtung, diese erkennen Sie am flachen Stecker. Es ist empfehlenswert, für einen sogenannten Schutzstromschalter zu sorgen, der eine frühere Abschaltung des Stromflusses gegenüber den üblichen Haussicherungen gewährleistet.

Bildquelle: R. B. / pixelio.de

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