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Urlaub auf Sardinien – Geheimtipp für Genießer

6. Juli 2012 von Redaktion in Reisen mit 0 Kommentaren

Viele denken bei einem schönen Urlaub am Mittelmeer statt an Sardinien zuerst an die spanischen Balearen oder die griechischen Inseln. Die Küstengebiete dieser Inseln sind allerdings häufig vom Tourismus geprägt, und hinter den einst schönen Stränden versperren hohe Hotels die Sicht auf die Natur und das Umland. Wer in seinem Urlaub noch Land und Leute kennenlernen möchte, und wer Wert auf Erholung in einer ruhigen Umgebung legt, ist deshalb auf einen Geheimtipp angewiesen, oder weicht auf weniger gut erreichbare Inseln ohne eigenen Flughafen aus.

Sardinien ist wesentlich größer als viele andere Inseln im Mittelmeer, und trotzdem ist es ein noch weitgehend unbekanntes Urlaubsziel. Gleiches gilt für die französische Insel Korsika, die bei gutem Wetter von der Nordküste Sardiniens aus zu sehen ist.

Natürlich hat sich der Tourismus auch auf Sardinien zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt, und die sich daraus ergebenden Dienstleistungen haben viele Arbeitsplätze geschaffen. Aber durch einen konsequent durchgeführten Baustopp wurde erreicht, dass die Schönheit der Insel bis heute erhalten geblieben ist. Große Hotels und Bungalowparks findet man hier eher selten, und das Angebot der deutschen Reisebüros ist in der Regel sehr übersichtlich im Vergleich zu anderen Regionen.

Sardinien

Schöne Bucht auf Sardinien

Anreise und Unterkunft

Sardinien hat drei internationale Flughäfen in Olbia, Cagliari und Alghero und ist auch mit der Fähre aus vielen Häfen gut erreichbar. Viele Touristen reisen mit dem eigenen Fahrzeug an oder buchen gleich am Flughafen einen Mietwagen. Durch ein großes Angebot an Ferienhäusern und Ferienwohnungen ist es nicht schwierig, eine schöne Unterkunft zu finden. Häufig handelt es sich dabei um Landhäuser, die von den Eigentümern nicht mehr genutzt werden und nach teils aufwändigen Restaurationen als Feriendomizil verwendet werden.

Außerdem haben viele Bauernhöfe den Tourismus für sich entdeckt, und bieten neben Ferienwohnungen auch häufig biologisch angebaute Lebensmittel an, oder betreiben kleine Restaurants in denen landestypisch und ausschließlich mit Produkten vom eigenen Hof gekocht wird. Viele Schilder an den Landstraßen führen mit dem Hinweis “Agriturismo” zu diesen mehr oder weniger großen Höfen.

Wenig Tourismus und viel Natur

Wer das erste Mal auf Sardinien ist wird überrascht sein, wie viele naturbelassene und traumhaft schöne Küstenabschnitte es noch gibt. Teilweise reihen sich idyllische kleine Sandbuchten wie eine Perlenkette aneinander. Lange feinsandige Sandstrände mit türkisblauem Wasser lassen vergessen, dass man sich noch in Europa und nicht in der Karibik befindet. Die umgebende Landschaft mit weiten Tälern und hohen Bergen lädt zum Erkunden und Wandern ein. Schluchten, Grotten und Ausgrabungsstätten bieten dem interessierten Besucher eine Vielfalt an Ausflugszielen.

Klima auf Sardinien

Auf Sardinien gibt es wenig Regen und viel Sonne, und jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz. Wer wandern und entdecken möchte, sollte im Frühjahr oder ab September anreisen, wobei im Herbst die Wassertemperaturen zum Baden am höchsten sind. Im Juli und August kann es auf Sardinien sehr heiß werden, Temperaturen bis zu 40 Grad kommen vor. Gelegentlich fegt ein kräftiger Wind über die Insel, der allerdings in den heißen Wochen keine Abkühlung bringt. Trotzdem ist auch auf Sardinien in diesen Monaten Hochsaison, denn in Italien sind nur in dieser Zeit Ferien, und selbstverständlich ist die Insel auch bei den Italienern beliebt.

Weitere Reiseinformationen über Sardinien

Auf Sardinien wird italienisch gesprochen, sardisch ist eine eigene Sprache, die nicht alle Einwohner sprechen. Bezahlt wird mit Euro, und in fast allen Supermärkten wird die EC-Karte als Zahlungsmittel akzeptiert. Die Preise für Lebensmittel weichen in den Supermärkten nicht besonders von den Preisen in Deutschland ab, nur Milchprodukte (Kuhmilch) sind etwas teurer.

Ursprünglich waren die Sarden ein Volk der Hirten und Bauern, und es gibt immer noch sehr viele Ziegenhirten. Den Ziegenkäse und den Wein sollten Sie in jedem Fall probieren, wenn Sie an den typischen Produkten interessiert sind. Dazu isst man “pane carasau”, ein hauchdünnes Fladenbrot, welches früher die Hirten auf ihren langen Wanderungen durch die einsamen Berge als einziges, lange haltbares Nahrungsmittel mitnahmen.

Bildquelle: dennis.cieplik – flickr.com (CC BY 2.0)

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