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Geld – Was ist das eigentlich?

3. Juli 2012 von Redaktion in Finanzen mit 1 Kommentar

Was ist Geld eigentlich?

Gerade in Zeiten der Finanz- und Eurokrise verlieren viele Menschen den Glauben an das eigene Geld. Wie sicher ist meine Währung? Ist mein Geld morgen noch etwas wert? Was passiert wenn der Euro scheitert? Es gibt viele Fragen auf die aktuell Antworten gesucht werden. Doch was ist eigentlich Geld?

Im Grunde genommen ist die Sache relativ einfach. Geld ist im Prinzip wertloses Papier oder entsprechende Metallstücke. Man kann unendlich viel davon drucken oder pressen und doch ist man nicht reich. Viel wichtiger ist, welchen Wert das Geld repräsentiert. Früher, als die menschliche Zivilisation noch in ihren Anfängen steckte, gab es noch kein Geld. Das bedeutet aber nicht, dass die Menschen deswegen für damalige Verhältnisse “arm” waren. Reichtum wurde damals anhand von nützlichen oder schönen Gegenständen gemessen und durch den Tausch dieser Gegenstände konnte der Wert “transferiert” werden – die Geburt des Tauschhandels.

Der moderne Tauschhandel

Auch wenn einem dies nicht sofort bewusst ist, so macht man heutzutage an der Supermarktkasse nichts anderes als ebenfalls einen Tauschhandel abzuwickeln. Man schleppt nur keine Rinderhälften, Spitzhacken oder Lederfetzen mit, sondern bezahlt bequem mit leichten Papierstücken bzw. Münzen oder sogar per bargeldloser Transaktion über EC- / Kreditkarte. Doch warum funktioniert das überhaupt? Ein kleiner Papierschein ist doch nicht soviel wert wie ein TV-Gerät, oder?

Geld

Nur ein wertloser Haufen Papier?

Genau richtig! Um die Verwaltung der Finanzen und den damit verbundenen Tauschhandel zu vereinfachen, hat man an die Stelle der Güter einfach zu transportierende Geldstücke gesetzt. Diese repräsentieren einen Wert und können so als Tauschobjekt dienen. Früher, im Rahmen des sogenannten Goldstandards, orientierte sich der Wert des Geldes an Goldreserven und dieser war daher relativ stabil. Heutzutage spielen allerdings Faktoren wie beispielsweise Wirtschaftswachstum und Handelsdefizite eine große Rolle bei der Bewertung einer Währung. Das ist auch der Grund warum Krisen an den Devisenmärkten zu heftigen Schwankungen führen können. Geht das Vertrauen in ein Land und damit auch in dessen Währung verloren, “flüchten” viele Marktteilnehmer in sichere Häfen und die Nachfrage und somit auch der Wert der Währung sinkt.

Von Währungsschwankungen profitieren

Selbstverständlich hat eine schwankende Währung nicht nur Nachteile. Plant man beispielsweise einen Urlaub in die USA und steht der Dollarkurs günstig, so freut man sich, dass man für seine teuren Euros mehr Dollar erhält und somit mit einer erhöhten Kaufkraft den Urlaub genießen kann. Es macht also durchaus Sinn bei der Urlaubsplanung frühzeitig eventuelle Wechselkursschwankungen zu berücksichtigen und geschickt Geld zu “tauschen”. Im Internet stehen viele Währungsrechner bereit, die bei der Abfrage der Währungs- bzw. Devisenkurse behilflich sind.

Neben dem physischen Tausch von Währungen (sog. Sorten) kann man auch virtuell bzw. bargeldlos von Devisenkursschwankungen profitieren. Devisenhändler weltweit nutzen beim professionellen Devisenhandel kurzfristige Schwankungen gezielt aus um damit Gewinne zu erzielen. Der große Vorteil von diesem Forex- / FX-Handel ist, dass es sich dabei um den weltweit liquidesten und größten Markt handelt (Tagesumsatz von ca. 4 Billionen US-Dollar im Jahr 2011), der den Tradern 24 Stunden am Tag zur Verfügung steht. So kann man theoretisch an einem Tag über alle Zeitzonen hinweg in der ganzen Welt Devisengeschäfte machen. Da es beim Devisenhandel wie auch beim Rohstoff-, Aktien- oder CFD-Handel natürlich auch Risiken gibt, sollte man sich vorher allerdings gründlich informieren und sich die theoretischen Grundlagen des Devisenhandels aneignen.

Bildquelle: aresauburnâ„¢ – flickr.com (CC BY-SA 2.0)

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