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Aufbewahrungsfristen – was muss ich wie lange behalten?

17. August 2012 von Facelinking Redaktion in Finanzen mit 0 Kommentaren

Die Aufbewahrungsfristen für Dokumente und Urkunden sind für viele ein Graus. Längst haben einige die Übersicht verloren, wie es um die Aufbewahrungsfristen der verschiedenen Unterlagen bestellt ist. Egal ob Geburtsurkunde, Schulzeugnis, Versicherungspolice oder Kontoauszug, alles hat eine Aufbewahrungsfrist.

Aufbewahrungsfristen – viele Dokumente, viel Durcheinander

Im Laufe eines Lebens sammeln sich viele private und amtliche Dokumente an. Einige dieser Unterlagen sind ein Leben lang wichtig, manche nur für einen gewissen Zeitraum und wieder andere können sofort vernichtet werden. Diese unterschiedlichen Kategorien und die damit verbundenen Aufbewahrungsfristen stellen für viele Menschen immer wieder ein Rätsel dar. Bevor man, ein vermeintlich wichtiges Dokument vernichtet, wird es lieber in einen Ordner geheftet, damit man es im Notfall immer griffbereit hat. Das führt meist zu einem wilden Durcheinander, in das dringend einmal Ordnung gebracht werden sollte.

Aufbewahrungsfristen von Dokumenten

Wichtige Dokumente sollte und muss man lange aufbewahren

Aufbewahrungsfristen bei Privatpersonen – wichtige Dokumente ein Leben lang aufbewahren

Gesetzliche Vorschriften für Aufbewahrungsfristen bei Privatpersonen gibt es nicht. Experten raten allerdings dazu, wichtige Dokumente ein Leben lang aufzubewahren. Zu diesen wichtigen Dokumenten, mit lebenslanger Aufbewahrungsfrist, zählen zu allererst das Familienbuch, die Geburtsurkunde, der Taufschein und die Hochzeitsurkunde. Weitere amtliche Dokumente, wie den aktuell gültigen Personalausweis sowie Kopien von Reisepass, Personalausweis und Führerschein sollten sie ebenfalls ein Leben lang aufbewahren. Um einen lückenlosen Nachweis über den persönlichen Werdegang, Steuerzahlungen und mögliche Gerichtsverfahren nachweisen zu können oder um Krankheitsverläufe zu dokumentieren empfehlen sich lebenslange Aufbewahrungsfristen für Schul- und Abschlusszeugnisse, Steuerbescheide, Urteile, Mahnbescheide, Prozessakten und ärztliche Gutachten.

Lohnunterlagen – mindestens bis zur Rente aufheben

Eine Aufbewahrungsfrist, mindestens bis zum Renteneintritt, haben Arbeitszeugnisse und Lohnunterlagen. Hier empfiehlt es sich, diese von Beginn an chronologisch und nach Betrieb und Jahren getrennt abzuheften. Aufbewahrt werden müssen auch Nachweise über Arbeitslosengeld oder sonstige Leistungen vom Staat. Wer auf Nummer sicher gehen will, behält die Unterlagen auch über den Renteneintritt hinaus.

Lange Aufbewahrungsfrist für Bankunterlagen

Mindestens 30 Jahre beträgt die Aufbewahrungsfrist für Bankunterlagen. Dazu zählt der klassische Sparvertrag genauso, wie ein Darlehensvertrag und die damit verbundenen Auszüge. Auch die Depotauszüge unterliegen der langen Frist. Eine geordnete Archivierung erleichtert deshalb später die Suche.

Kürzere Aufbewahrungsfristen

Nicht alle Unterlagen haben so lange Aufbewahrungsfristen oder müssen gar ein Leben lang aufbewahrt werden. Versicherungspolicen sind nur für die Dauer des Vertrages aufzubewahren und können danach vernichtet werden. Vier Jahre sollten Sie Kontoauszüge aufbewahren, in denen regelmäßige Zahlungen, wie Miete oder Unterhalt enthalten sind. Noch kürzere Aufbewahrungsfristen besitzen Rechnungen, zum Beispiel von Handwerkern, Anwälten oder Ärzten. Diese sollte man mindestens drei Jahre lang parat haben, danach dürfen sie dem Reißwolf zugeführt werden. Normale Kaufbelege (Kassenbons) haben in der Regel eine Aufbewahrungsfrist von mindestens zwei Jahren. Denn so lange können Mängel reklamiert werden. Wer sich ein teures Möbelstück oder andere kostspielige Geräte anschafft, der sollte die Rechnung so lange aufbewahren, wie sich der Gegenstand in seinem Besitz befindet.

Bildquelle: Anjadora – flickr.com (CC BY-SA 2.0)

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