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Goldhandel: Das Internet als Goldmarkt

21. August 2012 von Kai Beier in Finanzen mit 1 Kommentar

Gerade in Zeiten von drohender Euro-Instabilität werden Wertanlagen wie Immobilien oder Edelmetalle immer beliebter. Auf der anderen Seite wird oft der Familienschmuck geplündert, wenn größere Anschaffungen geplant sind und das Aufnehmen eines Kredits nicht möglich oder nicht gewünscht wird. Der Goldankauf und -verkauf steht also derzeit hoch im Kurs und viele Anbieter buhlen um die Gunst der Kunden. Aber gerade deswegen ist die Gefahr groß, an dubiose Geschäftemacher zu geraten.

Der klassische Goldhandel

Die klassische Möglichkeit sind Handelshäuser im Zentrum größerer Städte: Hier wird beim Ankauf von Gold nach der Bestimmung des Werts das Geld direkt ausgezahlt. Auch der traditionelle Juwelier erfreut sich noch größter Beliebtheit, was u.a. an der persönlichen Beratung liegen mag. Viele haben aber das Internet für sich entdeckt: Keine Anfahrtswege bzw. Wartezeiten und die bequeme Abwicklung über den Postweg sind die Vorteile. Dafür muss bei der Bestellung in Vorkasse getreten werden, da das Risiko für die Händler sonst zu hoch wäre. Diesen Usus machen sich Betrüger zu Nutze, welche nach der Bezahlung kein Gold liefern.

Goldbarren

Kleine Goldbarren sind eine beliebte Wertanlage in Krisenzeiten

Goldverkauf: Vergleichen lohnt sich!

Egal, wo der Goldverkauf durchgeführt wird, die Reinheit des Goldes und dessen Verarbeitungsweise legen die Höhe des ausbezahlten Betrages fest. Ein vertrauenswürdiger Händler kann dem Kunden ganz genau die Zusammensetzung des Endpreises erklären. Vorab sollte aber generell ein Vergleich verschiedener Anbieter durchgeführt werden, um die optimalen Konditionen und den höchstmöglichen Verkaufspreis zu garantieren. Auf jeden Fall sind der Zustand und die Beschaffenheit des Goldes die entscheidenden Faktoren für die Berechnung des Goldpreises, Dellen und Kratzer beeinflussen den Preis entsprechend.

Goldkauf im Internet

Im Vergleich zum klassischen Goldkauf bei der entsprechenden Hausbank sind die Angebote im Internet meist deutlich günstiger. Es ist wichtig zu wissen, dass gerade bei kleineren Mengen von nur ein paar Gramm ein hoher Anteil an Produktionskosten hinzukommt. Es ist zu beachten, dass der Kauf von Gold befreit von Mehrwertsteuer bzw. Umsatzsteuer ist. Auch die Abgeltungssteuer muss nicht gezahlt werden. Dies gilt aber nicht für Goldfonds, welche sich etwa auf Goldminen und ähnliches stützen. Auch die Verpackung des Goldes ist ein wichtiges Kriterium: Der Sicherheit zuliebe sollte der Versand mit neutraler Beschriftung und im Karton erfolgen, damit keine Rückschlüsse auf den Inhalt des Päckchens gezogen werden können.

Anbietervergleich als Vorsichtsmaßnahme

Grundlage für den Verkaufspreis ist immer der aktuelle Goldpreis. Den Abzug eines gewissen Teils verbucht der entsprechende Goldhändler als Gewinn. Analog verhält es sich beim Goldkauf, wobei der Händler dann einen gewissen Aufschlag für seine Gewinnmarge durchführt. Diese Margen sind jedoch nicht einheitlich, deshalb ist der vorab erwähnte Vergleich von Anbietern eine gute Idee. Unabhängige Vergleichsportale sind die perfekte Anlaufstelle, besonders wenn Nutzer eigene Meinungen und Erfahrungen preisgeben können. Wenn ein Goldshop im Internet über eine ausreichende Anzahl positiver Bewertungen verfügt und Sie nach Vergleichen mit Konkurrenten mit dem Angebot zufrieden sind, haben Sie die Risiken auf ein Minimum reduziert.

Bildquelle: digitalmoneyworld – flickr.com (CC BY 2.0)

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1 Kommentar

  1. Marc H.21. August 2012 at 11:37

    Sehr interessanter Artikel. Mit dem Goldkauf im Internet habe ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Der Preis gegenüber einer Bank ist sehr viel billiger und mit gold.de gibt es eine super Vergleichsplattform. Der Versand ist natürlich auch versichert… Ich würde aktuell gerne mehr Gold kaufen aktuell sieht es ja auch nach einem guten Einstiegspunkt aus da der Kurs nicht sehr hoch ist und sich eher seitwärts bewegt, jedoch will ich nicht online verkaufen. Ich finde die Preise meist recht billig und man müsste schon gut einsteigen um beim Verkauf wieder zu verlieren. Ist es nicht so, dass Banken gezwungen sind Gold anzunehmen, da es ein offizielles Zahlungsmittel ist? Wenn ja, zu welchem Kurs müssen Banken Gold annehmen? Viele Grüße Marc

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