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Diamanten – Entstehung, Werteskala, Geldanlage

28. August 2012 von Kai Beier in Finanzen mit 0 Kommentaren

Diamanten sind beliebte Schmuckgegenstände, egal ob allein als geschliffenes Objekt oder als Schmuckapplikation auf Ringen, Colliers oder Ähnlichem. Auch als Geldanlage eignen diese sich, gerade in den heutigen Zeiten. Speziell bei der Verwendung von Diamanten als Geldanlage ist eine genaue Kenntnis der Reinheitsskala wichtig. Auch die Entstehung dieser beeindruckenden Objekte ist ein interessantes Thema und lohnt eine nähere Betrachtung.

Entstehung von Diamanten

Der Ursprung des Wortes “Diamant” liegt im griechischen Ausdruck “adamas“, welcher “unbesiegbar” bedeutet. Das Vorkommen von Diamanten ist einzigartig, wohl aber nicht der Rohstoff, aus dem diese entstehen: Kohlenstoff. Dieser in der Natur häufig vorkommende Rohstoff wird durch einen sehr hohen Druck kristallisiert, welcher 70.000 Kilogramm pro Quadratzentimeter übersteigt. Die Temperatur bei diesem Vorgang ist höher als 1.300°C. Typischerweise findet die Entstehung von Diamanten 100-200 km unter der Erdoberfläche statt.

Diamanten

Diamanten sind wertvoll und faszinierend

Durch die extrem harte Oberfläche können Diamanten vom Entstehungsort bis zur Erdoberfläche “reisen“. Dort werden diese durch das vulkanische Gestein herausgedrückt. Die größten Diamantfundorte sind in Russland, Afrika, Australien und Kanada dokumentiert. An ca. 500 Fundorten weltweit konnten Diamanten nachgewiesen werden; sogar innerhalb Deutschlands wurden schon Funde dokumentiert.

Reinheit von Diamanten

Entscheidend für die Reinheit der Diamanten ist die Zahl der Einschlüsse. Nun wird dieser von der Tafel oder der Krone, d.h. der Oberseite bzw. den seitlichen oberen Facetten aus betrachtet. Die folgenden drei Aspekte sind wichtig:

  • Größe des Einschlusses
  • Kontrast zum Hintergrund
  • Position des Einschlusses

Die Sichtbarkeit des Einschlusses und damit der Wert des Diamanten wird durch diese drei Faktoren bestimmt. Die internationale Reinheitsskala kann wie folgt dargestellt werden:

FLAWLESS Keine Fehler bei 10-facher Vergrößerung
INTERNALLY FLAWLESS Lupenrein bei 10-facher Vergrößerung
VVS1 / VVS2 Minimale Einschlüsse
VS1 / VS2 Sehr kleine Einschlüsse, schwer erkennbar
SI1 / SI2 / SI3 Einschlüsse bei 10-facher Vergrößerung leicht erkennbar
P1 Bei 10-facher Vergrößerung sehr leicht erkennbare Einschlüsse
P2 Große / zahlreiche Einschlüsse, mildern Brillanz schwach
P3 Große / zahlreiche Einschlüsse, mildern Brillanz deutlich

Beispielsweise wird der Preis für einen Diamanten mit rundem Brillantschliff (1,00 bis 1,49 Karat) der Farbe D und der Qualitätsstufe VVS1 gerade einmal um 27,5% gemindert, bei der schlechtesten Stufe P3 dagegen findet ein Abzug von 93,93% statt. Die Proportionen des Diamanten, die Gesamthöhe sowie die Proportionen der Tafel sind weitere wichtige Aspekte der optischen Gesamtwirkung des Diamanten.

Diamanten als Geldanlage

Der Diamantpreis ist kein freier Marktpreis, deshalb ist dieser die letzten 100 Jahre fast unverändert geblieben. Als einzige größere Ausnahme lässt sich der Diamanten-Rausch von 1978 bis 1980 nennen; in diesem Zeitraum sind die Preise praktisch kontinuierlich gestiegen.

Der Vorteil von Diamanten in diesem Zusammenhang liegt auf der Hand: Durch die erwähnte Abkopplung vom Marktpreis zählt diese Art der Wertanlage zu den sichersten, die möglich sind. Keine Krisen können an der Wertbeständigkeit von Diamanten etwas ändern, dabei können sie überdies dekorativ als Schmuck getragen werden. Edelsteine üben schon seit jeher eine große Faszination auf die Menschheit aus – und das nicht ohne Grund. Besonders die Seltenheit von Diamanten sorgt für ihre schon jahrhundertelange Beliebtheit, sowohl als Wertanlage als auch als Schmuckstück.

Bildquelle: Kim-bodia – flickr.com (CC BY 2.0) / Crystal Diamonds by Oleg Casini

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