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High Heels – Eine gefährliche Liebe

18. August 2012 von Klaudia in Lifestyle mit 0 Kommentaren

Sie verlängern optisch die Beine, sie sorgen dafür, dass man Haltung annimmt. Man gewinnt ein paar Zentimeter an Körpergröße und sieht die Welt aus einer anderen Perspektive. High Heels. Wahr gewordene Designträume, die sich manchmal in wahrhafte Alpträume für deren Trägerinnen verwandeln können.

Schuhe: “Objekte der Begierde”

Ich sammle Schuhe und befinde mich damit in bester Gesellschaft, Mariah Carey und sogar Oliver Korittke haben jeweils eine Sammlung von circa 1.000 Paar. Ich verteidige meine Sucht mit dem Argument, dass ich meine Objekte der Begierde ständig trage(n) (könnte) und somit meine Schuhsammlung durchaus etwas Pragmatisches hat. Das ist natürlich nur eine Ausrede. Ich habe dutzende Paare die ich nicht trage, weil sie einfach unbequem sind und meine Füße foltern wenn ich sie länger als fünf Minuten an habe…

High Heels

High Heels liegen immer im Trend und sind absolut zeitlos

Männer lieben High Heels an Frauen, Frauen lieben sie an sich. Wenn da nicht der Haken mit dem Laufen wäre. Denn 12 cm Absätze können ganz schnell zu einer ziemlichen Gefahr werden. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Mir wurde ein perfekt verarbeitetes Paar Christian Louboutin Stilettos zum Verhängnis, die mit der weltberühmten roten Sohle. Eher ein Sammlerstück als nur ein einfacher Schuh. Gearbeitet aus schwarzem Lackleder mit perfekt geschwungenem Absatz, ein Klassiker. Entdeckt habe ich die Schuhe in einer kleinen hippen Boutique in London’s West End. Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich hätte sie auch ohne Anprobe gekauft. Ein Juwel, das in meiner Kollektion nicht fehlen durfte.

High Heels: Der gefährliche “Stelzenlauf”

Es musste gleich ein Anlass gefunden werden um die Schuhe endlich meinen Freunden vorzuführen. Wir verabredeten uns in einer angesagten Bar im Stadtzentrum. Leider habe ich vergessen, dass die Straße in der sich die Bar befindet aus Kopfsteinpflaster besteht und das Taxi nicht reinfahren kann, da sie sich in einer Fußgängerzone befindet. Ich zählte mit diesem Schuhwerk nicht mehr zu den Fußgängern sondern wohl eher zu der Spezies “auf Stelzen laufendes Etwas“. Im Schneckentempo bewegte ich mich auf den erlösenden Bareingang zu, hochkonzentriert wie ein Gehirnchirurg bei der Arbeit.

Im Lokal angekommen machte ich auch gleich meine Freunde an einem der hinteren Tische aus. Stolzen Hauptes ging ich auf den Tisch zu. Da passierte es, schneller als man “Aua!” sagen kann: der Boden war nur noch drei Zentimeter von meiner Nasenspitze entfernt. Ich bin über meine eigenen Füße gestolpert…wie peinlich!!! Sogleich eilten mir zwei Kellner zu Hilfe und halfen mir wieder auf.

Überraschenderweise habe ich mir nicht mal wehgetan. Meine Freunde standen mit erschrockenen Gesichtern vor mir und warteten auf das erlösende: “Nichts passiert, alles gut”. Stattdessen konnte ich mich vor Lachen über meinen eigenen Sturzflug kaum noch halten und alle stimmten mit ein. Ich habe meine Bekannten schon lange nicht mehr so ausgelassen lachen sehen.

Was habe ich daraus gelernt? Das man High Heels mit “Killerabsätzen” grundsätzlich nur mit passender Begleitung, sprich einem Arm zum einhaken trägt. Und wenn dann doch nichts mehr geht, sollte man nach Möglichkeit immer ein paar Ballerinas in der Handtasche haben…man weiß ja nie wo die Füße einen noch so hintragen…wenn sie noch könnten.

Bildquelle: Markusram – flickr.com (CC BY-ND 2.0)

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