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Mike Tyson: Ein Leben wie eine Achterbahnfahrt

29. August 2012 von Klaudia in Unterhaltung mit 0 Kommentaren

Da stand Mike Tyson, der mal 300 Millionen verdient hat, auf einer Bühne am Broadway und spielte sich selbst. Vom Boxring auf den Broadway – er machte keinen großen Hehl daraus, dass er pleite ist und versuchte mit der Show seine leeren Kassen zu füllen. Jeder soll wissen wie es soweit kommen konnte. Wie ein Ausnahmetalent im Boxsport so tief fallen konnte.

Mike Tyson – Boxweltmeister mit 20

Mike Tyson, auch “Iron-Mike” genannt, der mit nur 20 Jahren jüngster Schwergewichtschampion der Welt wurde und kurz darauf der erste Boxer, der gleichzeitig von allen drei Boxverbänden als Weltmeister anerkannt wurde. Ein sportliches Wunderkind. Es folgte eine 20 jährige Profikarriere, die überschattet wurde von Skandalen jeglicher Art.

Ein Skandal jagt den nächsten

Gewaltausbrüche in der Öffentlichkeit, drei Jahre Gefängnis wegen Vergewaltigung einer Schönheitskönigin, zwei gescheiterte Ehen (er hat 8 Kinder mit vier verschiedenen Frauen, seine vierjährige Tochter Exodus starb 2009 bei einem tragischen Unfall während des Spielens) und Drogendelikte, die weitere Gefängnisaufenthalte zur Folge hatten, haben den einstigen Profisportler immer wieder aus der Bahn geworfen. Er war sich selbst der größte Gegner. Doch Mike Tyson ist ein zähes Stehaufmännchen und sorgte zwischendurch immer wieder für sportliche Erfolge. Und Misserfolge, unvergessen der Kampf gegen Evander Holyfield, in dem Mike Tyson ihm ein Stück des Ohrs abbiss.

Mike Tyson

“The undisputed Truth” mit Mike Tyson

Broadwaybühne statt Boxring

Das neueste Comeback fand in einem Broadway Theater statt, es heißt “The undisputed Truth“. Das Stück erzählt von seinem Leben, seiner schweren Kindheit mit einer Prostituierten als Mutter und einem Zuhälter als Vater, seiner Jugend als Kleinkrimineller, von seiner großen Liebe, der Taubenzucht und dem Glück als Boxer dem Ghetto Brooklyn’s entfliehen zu können.

Es ist eine Ein-Mann-Show, ein nicht enden wollender Monolog, den Mike Tyson lispelnd und schwitzend vollführt, die Bühne ist leer bis auf einen Barhocker, es wird mit Lichtprojektionen gearbeitet. Er schäkert mit dem Publikum und lässt es wissen: “Keine Sorge: ich lasse Sie alle mit beiden Ohren nach Hause gehen!”. Aber Mike Tyson wäre nicht Mike Tyson wenn er nicht auch Wut zeigen würde, die steigt in ihm hoch als er anfängt von seinen Ex-Frauen und seinem ehemaligen Promoter Don King zu reden und so flucht er sich in alter Manier durch einige Passagen des Stücks. Seine dritte Frau Kiki hat das Stück verfasst. Spike Lee, der mit Filmen wie “Malcolm X” und “Jungle Fever” international Erfolge feierte, agiert als Regisseur. Die Kritiken gehen weit auseinander. Er war ein kontroverser Boxer und er ist ein kontroverser Schauspieler.

YouTube Video: Mike Tyson in “The undisputed Truth”

Ein Leben wie eine Achterbahnfahrt

Das Boxen holte ihn aus dem Ghetto aber das Ghetto konnte nie aus ihm geholt werden. Er wusste nicht wie er mit dem frühen Ruhm umgehen sollte, ihm fehlte eine Vaterfigur. Diese hatte Mike Tyson in seinem ersten Boxtrainer, dem legendären Cus D’Amato, der schon vor Tyson Jose Torres und Floyd Patterson zur Weltmeisterschaft verhalf, gefunden. D’Amato verstarb 1985, ein schwerer Schicksalsschlag für Mike Tyson.

Viele Experten sind der Meinung, dass sein eigentlicher Abstieg begann als er den berüchtigten Boxpromoter Don King, der mehr am Geld verdienen interessiert war als an Tysons sportlichem Weiterkommen, verpflichtete und sich von seinem alten Trainerteam trennte, das ihm bis dato auch Familienersatz war. Heute gibt sich der ehemalige “Baddest man on the planet” geläutert. Mike Tyson ist konvertierter Moslem, hat Drogen und Parties entsagt, lebt vegan und hat sich für die Zukunft vorgenommen ein guter Vater und Ehemann zu sein. Man kann es ihm nur wünschen.

Bildquelle: Screenshot “tysononbroadway.com

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