FACELINKING.com

Lifestyle

Wimpernextensions – Ein Selbstversuch

10. August 2012 von Klaudia in Lifestyle mit 3 Kommentare

Welche Frau wünscht sich nicht vollere, längere Wimpern wie sie die Models in den Hochglanzmagazinen haben?! Wurden die alle von Mutter Natur damit gesegnet? Wohl kaum. Photoshop? Bestimmt! Aber man sieht diese eindrucksvollen, dichten Wimpern auch auf Paparazzi-Fotos von zahllosen Stars. Und diese werden nicht manipuliert…ich musste der Sache auf den Grund gehen. Wimpernextensions, ein Trend, der langsam aber sicher auch in Europa ankommt. Es war nicht allzu schwer ein Studio in meiner Stadt zu finden. Der Traum vom “Bambiblick” rückte in greifbare Nähe.

Das Versprechen – Ein Hollywood Augenaufschlag

Wir Frauen wollen schön sein und nehmen dafür einiges in Kauf. In diesem konkreten Fall eine erste Sitzung, die 1,5 Stunden dauert und mit 150 Euro zu Buche schlägt. Damit schafft man sozusagen die Basis für die anschließenden “Auffüllungen“, diese muss man dann circa alle drei Wochen wiederholen, sie dauern “nur” noch eine Stunde und kosten 45 Euro.

Wimpernextensions

Wimpernextensions gibt es auch in extremen Variationen

Die ambitionierte Studiobetreiberin versicherte mir, dass in Hollywood niemand mehr “ohne” aus dem Haus geht. Routiniert rattert sie mir alle positiven Aspekte der “Fake Lashes” runter: kein Tuschen mehr nötig, man spart morgens jede Menge Zeit und sieht rund um die Uhr frisch geschminkt aus, sogar nach dem Aufstehen.

Die Prozedur

In meinem Fall wurden Echthaarwimpern benutzt. Sie wurden einzeln auf meine eigenen Wimpern geklebt. 1,5 Stunden liegt man mit geschlossenen Augen auf einer Liege, um die Augen herum werden Pflaster aufgeklebt, was nicht besonders angenehm aber leider notwendig ist. Ab und an lief mir der Klebstoff ins Auge, was zur Folge hatte, dass ich mir daran rumrieb, das wiederum verlängerte den ohnehin schon nervenden Prozess um weitere 30 Minuten.

Das Ergebnis

Ich konnte es kaum abwarten endlich in den Spiegel zu schauen. WOW! Mein neuer Spitzname hätte Bambi sein können. Zumindest für die nächste Woche. Denn dann kam das böse Erwachen. Mein Kopfkissen wurde quasi zu einem Wimpernfriedhof, den ich jeden Morgen auskehren musste. Mir war klar, dass die falsche Federnpracht mit der Zeit weniger werden würde. Doch das Fatale daran war, dass an meinem linken Auge zwei Drittel der Wimpern ausfielen während es am rechten nur circa ein Drittel war. Nach 2 Wochen war das komplette linke Auge wieder “en nature” und am Rechten klebten noch einige wenige Wimpern.

Es sah nicht sehr Ladylike aus und zwang mich dazu, die Pinzette anzulegen und die restlichen Wimpern auszuzupfen. Und ja, es tat weh, denn man reißt sich seine eigenen Wimpern zwangsweise mit aus. Da bewahrheitet sich der alte Volksspruch “Wer schön sein will, muss leiden” ein weiteres Mal. Hoffnungslos eitle Optimistin die ich bin, beschloss ich, es nochmals in einem anderen Studio zu versuchen und der Sache eine zweite Chance zu geben und siehe da: ein Déjà-Vu!

Fazit

Das Ergebnis der Wimpernextensions sieht zwar echt toll aus aber hält nicht besonders lange. Da ich nicht in Hollywood lebe, kann ich mich auch ohne Wimpernextensions aus dem Haus trauen, und weil ich nicht die Zeit und das Geld habe, jede Woche ins Kosmetikstudio zu rennen wird das wohl auch so bleiben. Muss jeder für sich selbst entscheiden ob er bereit ist, solche Opfer für einen glamourösen Augenaufschlag zu bringen.

Bildquelle: DARREN ST0NE – flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Tagged , , , , , , , , ,

Ähnliche Artikel:

Suchen