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Der 1. FC Köln als Absteiger

6. Oktober 2012 von Kai Beier in Sport mit 0 Kommentaren

Der Fußballverein 1. FC Köln hat derzeit eine richtige Pechsträhne zu beklagen: Ein einziges Tor, null Siege sowie der 17. Platz sprechen eine deutliche Sprache. Der schlechteste Saisonstart der Vereinsgeschichte belastet Spieler und ärgert Fans gleichermaßen. Wie erklärt sich der Trainer ein derartiges Ergebnis? Und wie soll der Weg aus dieser Krise aussehen?

0:2 als Einstieg in die Saison

Vor allem das 0:2 in der Begegnung mit dem FC Erzgebirge Aue sorgte für eine Identitätskrise. Die Zweitligisten haben aber seit diesem verkappten Start nicht mehr für positive Schlagzeiten gesorgt, der Trainer Holger Stanislawski sucht in jedem Interview händeringend nach Erklärungen. Er will aber die Mannschaft nicht durch allzu harte Standpauken demotivieren, oder wie er selbst sagt: „Ich werde jetzt nicht kommen und mit der Streitaxt draufhauen“.

Weiterhin brachte Stanislawski zum Ausdruck, dass die Mannschaft den derzeitigen Druck aushalten und ihn als Triebfeder für Erfolg nutzen muss. Auch ist er zuversichtlich, dass „mal einer reinrutschen wird“, wie er das heißersehnte Tor nennt. Dadurch könnte der Knoten platzen. Durchhalteparolen auf der Website des 1. FC Köln sollen für Zuversicht sorgen: „Was wir beim FC vorhaben, kann nicht über Nacht gelingen“ liest man dort. Die Mannschaft müsse erst zusammenwachsen, und dies könnte nicht innerhalb einer Saison gelingen.

Die Fantribüne des 1. FC Köln

Enttäuschte 1. FC Köln-Fans

Viele Fußballbegeisterte sehen das anders: Zum Zeitpunkt des Spiels waren heimische Wohnzimmer und Kneipen vollbesetzt mit Fans, die sich einen glorreichen Saisonstart erhofften. Diese Euphorie schlug aber schnell in ungläubiges Erstaunen um. Für den einen oder anderen war das Bier mehr Frust- als Feiergetränk, als sich die Niederlage abzeichnete. Dabei kam es nicht zu Ausschreitungen oder lautstarken Unmutsbekundungen, eher lähmendes Entsetzen war die Folge dieses Ausgangs.

In finanzieller Hinsicht sieht es dagegen positiv aus: Mit dem Torwart Michael Rensing verschwand einer der teuersten Spieler von der Gehaltsliste des Clubs. Die so freigewordenen Kapazitäten können für andere Bereiche, wie etwa Training oder auch den Einkauf neuer Spieler genutzt werden. Rensing konnte die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen, er war eher als Nervenbündel denn als wirklicher Torjäger zu bezeichnen –ihn traf bei den meisten Gegentoren zumindest eine Teilschuld.

Es ist nun fraglich, wo die Reise für den 1. FC Köln hingeht. Auf jeden Fall ließen die Spieler zu keiner Zeit Fleiß, Ehrgeiz oder Leistungswillen vermissen – nur bis jetzt hat Motivation leider nicht gereicht. Es liegt am Trainer, herauszufinden, wo das konkrete Problem liegt, denn so kann es auf keinen Fall weitergehen – da sind sich Fans und Mannschaft einig.

Bildquelle: Wikimedia Commons, User: MR80, Lizenz: Attribution-Share Alike 3.0 Unported

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