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Der digitale Vertriebsweg – Kauf per Klick

9. Oktober 2012 von Kai Beier in Allgemein, Internet mit 0 Kommentaren

Vor einigen Jahrzehnten wäre es noch undenkbar gewesen: Menschen geben Geld für etwas aus, dass keinen materiellen Wert besitzt. Heutzutage gehört das Herunterladen von Musik, Filmen oder Computerspielen für viele zum Alltag. Die darauf basierende Industrie verbucht Millionengewinne, und die Nutzer profitieren davon, aus den heimischen vier Wänden beispielsweise das Fernsehprogramm für den Abend zusammenzustellen. Doch trügt der schöne Schein etwa?

Segen und Fluch

Der Einkauf von digitalen Inhalten ist sicherlich eine bequeme Angelegenheit. Dabei sollte jedoch eins nicht vergessen werden: Mangelnde Bewegung ist sowieso schon ein großes Problem in unserer Gesellschaft, und die entstehenden gesundheitlichen Folgen sind nicht zu unterschätzen. Dies beginnt oft schon im Schulalter: Außerhalb des Sportunterrichts findet keine körperliche Betätigung statt, ein großer Teil der Freizeit wird daheim am PC verbracht. Dasselbe gilt für viele Berufstätige, welche den ganzen Tag im Büro sitzen und auch am Wochenende keinen Ausgleich schaffen.

Dabei mag der Faktor Download sicher nur ein kleiner Einfluss sein – abzustreiten ist er aber nicht. Wenn sogar der Gang zum örtlichen Videoverleih oder Elektronikmarkt schon zu viel wird, ist die Fahrt zum Bäcker um die die Ecke auch schon Alltag geworden.

Unsicherheitsfaktor Nr. 2 – Bezahlung

Gerade bei Einkäufen im Netz ist die Gefahr, an einen unseriösen Anbieter zu geraten, sehr groß. Es fehlt der persönliche Kontakt, die einzige Möglichkeit, sich ein Bild vom betreffenden Shop zu machen, ist die Internetseite. Die entsprechende Verschlüsselung der Kreditkarten- bzw. Bankdaten wird von Laien oft gar nicht geprüft – oft sind sich die Nutzer aber auch über solche wichtigen Fakten gar nicht im Klaren.

Die elektronische Bezahlung birgt, auch bei seriösen Anbietern, aber noch ein anderes Risiko: Wenn ganz einfach per Klick bezahlt werden kann, verliert der Nutzer den Bezug zum ausgegebenen Geld oder auch den Überblick über seinen Kontostand. Schnell häufen sich eine Vielzahl von Transaktionen, die zwar für sich genommen oft nicht teuer sind, aber in der Masse ein nicht zu verachtendes Loch in das digitale Portemonnaie reißen können.

Der Weiterverkauf von Downloads

Die Rechtslage bei Download-Käufen ist ebenfalls ein heikles Thema: Auch wenn der Europäische Gerichtshof in seinem Urteil Mitte des Jahres festgelegt hat, dass gebrauchte Software verkauft werden darf, sagt das nichts über die tatsächliche Machbarkeit aus. Gerade der Onlinedienst Steam hat mit Negativ-Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht: Der Weiterverkauf von einzelnen PC-Spielen, die an einen Account gebunden sind, ist nach wie vor unmöglich.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt: Die Verlagerung der Unterhaltungsindustrie auf den digitalen Vertriebsweg hat nicht nur Vorteile. Ob die Bequemlichkeit der Online-Bestellung einem kurzen Spaziergang und einem kleinen Plausch mit dem Inhaber des Videoverleihs vorzuziehen ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

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