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PETA wirft Nintendo Tierquälerei vor

10. Oktober 2012 von Kai Beier in Games mit 0 Kommentaren

Erst vor ein paar Monaten sorgte die Tierschutzorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) für Aufsehen bei den Gamern. Sie stellten Nintendos beliebten Klempner Mario als Symbol für Tierquälerei dar, da er in seinem neuesten Nintendo 3DS Spiel „Super Mario 3D Land“ einen Waschbär-Anzug trug, für welchen angeblich ein Waschbär sein Leben lassen musste. Offenbar ist jetzt Nintendos bei allen Kindern beliebte Pokemon Serie an der Reihe.  PETA kritisiert das neue Pokemon Spiel „Black and White 2“, welches in den USA bereits veröffentlicht wurde und auch diese Woche in Deutschland erscheint. Laut der Meinung von PETA preist das Spiel Tiergrausamkeit an. Daher wird das Spiel von PETA als höchst bedenklich eingestuft.

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Der Ursprung des Pokemon-Fiebers

PETA zum Sachverhalt

Laut stern.de heißt es in der offiziellen Erklärung von PETA „Wie es in der wirklichen Welt mit Tieren passiert, werden Pokemon wie Gegenstände behandelt und zu Unterhaltungszwecken oder (als Objekt von) Experimenten genutzt. Die Art und Weise in der Pokemon in Pokebälle gestopft werden ist vergleichbar mit Zirkuselefanten in Ketten, die mittels Elektroschocks dazu gebracht werden, gefährliche Tricks zu vollführen. Wenn es PETA in Unova geben würde, wäre unser Motto: ‚Pokemon dürfen nicht misshandelt werden. Sie existieren aus einem bestimmten Grund. Wir glauben, dass diese Nachricht an alle Kinder weitergegeben werden sollte‘“.

Die Pokemon Edition „Black&Blue“

Um ihre Meinung zu unterstreichen, hat PETA eine Videospielparodie des Games mit dem Namen „Pokemon Black and Blue“ veröffentlicht, welches als Motto „Free them all“ trägt. Dies steht in offensichtlichem Gegensatz zu dem eigentlichem Pokemon Motto „Catch them all“. Anstatt Pokemon zu fangen, kämpfen diese hier gegen ihre Trainer. Das Ziel ist es alle Pokemon zu befreien. Spätestens wenn man das Parodiespiel selber spielt, wird klar, dass PETA hier nicht nur als reines Ziel hat die Pokemon Spiele zu kritisieren. Werden im Spiel die Trainer besiegt, erhält man als Belohnung Schatztruhen, welche Bilder und Videos zu Tierquälereien enthalten. Hier wird klar, dass die Pokemon nicht die Hauptthematik für PETA sind, sondern PETA in erster Linie gegen echte Tiermisshandlungen vorgeht. In diesem Zusammenhang muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass das blutige PETA-Parodiespiel keinesfalls für Kinder geeignet ist und mit Sicherheit kein USK-Siegel „ab 0 Jahren“ erhalten würde.

Ob man die Kritik von PETA eher mit Humor nehmen soll, oder ob man es doch schon als geschmacklos ansieht, muss jeder für sich selbst entscheiden.  Das Parodie-Spiel lässt sich hier herunterladen und wird wohl für gespaltene Meinungen bezüglich der Tierschutzorganisation sorgen.

Bildquelle: zeartul – Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

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