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Rekordsprung

9. Oktober 2012 von Kai Beier in Top Artikel, Unterhaltung mit 0 Kommentaren

Felix Baumgartner – ein Mann der Extreme. Der 43-jährige Österreicher hat mit seinem neuesten Plan für Aufsehen gesorgt: Heute um 14:30 möchte er aus über 36 km Höhe in Richtung Erde springen und dabei die Schallmauer durchbrechen. Seine Biografie liest sich wie die eines klassischen Superhelden: Seit dem Sprung von der New River Gorge Bridge ist er auf der Suche nach Möglichkeiten, die Adrenalinkicks immer weiter zu steigern. Über 2600 Fallschirm-Absprünge, 130 Objektsprünge eingeschlossen, sind das Ergebnis seines Strebens nach dem ultimativen Nervenkitzel.

Skydiving – das ultimative Mittel gegen Höhenangst

Auf dem Weg zum Weltrekord

Nur mit Druckanzug und Helm bekleidet will Baumgartner aus einem Heliumballon abspringen. Der Aufstieg dieses begann drei Stunden zuvor, optimale Wind- und Wetterverhältnisse sind Pflicht. Der Ballon ist aus extrem dünnem Material gefertigt, welches bei zu starker Beanspruchung reißen könnte – mit lebensgefährlichen Folgen für Baumgartner.

Die Kapsel, in der Baumgartner sitzen wird, ist handgefertigt und wird zusätzlich von einem Käfig geschützt. Die extreme Kälte und der geringe Sauerstoffgehalt sorgen für eine stark erhöhte Belastung des menschlichen Körpers schon beim Aufstieg.

30 Sekunden nach dem Absprung wird der große Moment kommen: Baumgartner durchbricht die Schallmauer. Der dafür typische Knall wird nicht entstehen, da der Luftwiderstand in dieser Höhe zu gering ist, um diesen zu erzeugen. Dabei ist es unbedingt erforderlich, dass Baumgartner seinen Körper starr hält. Wenn er ins Trudeln gerät, könnte der so stark erhöhte Blutdruck in seinem Gehirn für eine höchst gefährliche Bewusstlosigkeit sorgen.

Nach ca. fünfeinhalb Minuten soll Baumgartner eigenständig den Fallschirm ziehen. Wenn er beginnen sollte zu trudeln, wird der entsprechende Schirm selbsttätig ausgelöst.

Ausblick

Für kurz nach der Landung steht ein Heer von Ärzten bereit, welches für eine eventuelle Notfallversorgung Baumgartners vorgesehen ist. In den Krankenhäusern der Region stehen eigens vorbereitete Druckkammern bereit, die für eine schnelle Notfallversorgung vorgesehen sind. Natürlich drücken Zuschauer und Ärzte die Daumen, dass alles nach Plan verläuft und Baumgartner der beeindruckenden Liste von Herausforderungen eine weitere hinzufügen kann – und das unversehrt.

Das Vorhaben Baumgartners soll neben dem offensichtlichen Show-Effekt einen Beitrag für die Wissenschaft leisten, aber Experten sind sich über die Verwertbarkeit der aus dem Sprung gewonnenen Daten noch uneinig. Auf jeden Fall würde der Salzburger gleich vier Weltrekorde brechen:

-          Die höchste bemannte Ballonfahrt

-          Der längste freie Fall

-          Die höchste im freien Fall erreichte Geschwindigkeit

-          Der höchste Absprung der Welt

Auf seiner Facebook-Fanpage drückte Baumgartner seine Zuversicht aus. Er wisse, dass alle ihm die Daumen drücken und es bedeute ihm sehr viel. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Tag für Baumgartner mit einem Erfolg endet.

BIldquelle: Mark Hills – Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

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