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Wenn der Kinogang zum Horror wird…

9. Oktober 2012 von Kai Beier in Unterhaltung mit 0 Kommentaren

Mit großen Erwartungen gestartet und doch bitter enttäuscht: Dieses Schicksal trifft regelmäßig nicht nur kleine Filmproduktionen, denen man das „gut gemeint, aber nicht gut gemacht“ oft in den ersten Szenen ansieht, sondern auch millionenschwere Hollywood-Blockbuster. Ein solcher Reinfall kann eine Produktionsfirma in den Ruin stürzen – und den Ruf der beteiligten Schauspieler nachhaltig schädigen. Einige der bedeutendsten Vertreter dieser Gattung (und was ihnen das Genick gebrochen hat) werden im Folgenden kurz genannt.

Battlefield Earth

Geplant als die erste Hälfte eines monumentalen Zweiteilers nach dem Science- Fiction-Roman des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard wurde der angedachte zweite Teil nie realisiert. Kritiker bemängelten das Skript und die schauspielerischen Leistungen. Einen Anteil an der negativen Resonanz mag auch die öffentliche Meinung gegenüber Scientology gehabt haben.

Die Internet-Seite Rotten Tomatoes, welche einen Durchschnitt aus den von Kritikern abgegebenen Bewertungen errechnet, gibt eine Bewertung von 2% an. Auch Metacritic, einem ebenfalls auf Rezensionen spezialisierten Portal, ließ an dem Film kein gutes Haar: Der Film wurde auf der Liste der „All-Time Lowest Scores“ verewigt – wahrlich kein Platz, den sich ein Regisseur für sein Werk wünscht. Auch die durch John Travolta besetzte Hauptrolle konnte daran nichts mehr ändern.

Weltweit spielte der Film trotzdem rund hundert Millionen Dollar ein – vielleicht wollte sich der eine oder andere aber auch nur persönlich von den „Qualitäten“ des Films überzeugen.

Ballistic

Aus dem Action-Genre stammt der Film Ballistic. Kritikern zufolge ist es hier nicht übertrieben zu sagen, dass die Action den Darstellern keinen Raum mehr lässt – oder, wie es Jami Bernard von der New York Daily News formuliert: „Zwischen den Explosionen bleibt einfach keine Zeit mehr für auch nur minimale Charakterentwicklung“. Auch die zuhauf vorhandenen Filmfehler und Logiklöcher trugen zu den negativen Bewertungen bei. Als das größte kann wohl genannt werden, das in dem Film das FBI, welches innerhalb der USA arbeiten soll, in Vancouver (Kanada) agiert.

Weniger als 30% des Budgets konnten an den Kinokassen wieder eingespielt werden. Auf Rotten Tomatoes erhielt der Film die zweifelhafte Auszeichnung „Worst Movie of the Decade“.

Der “schlechteste Film aller Zeiten”

Plan 9 from Outer Space

Oft als der schlechteste Film aller Zeiten genannt, versprüht er heutzutage einen unleugbaren nostalgischen Charme. Das führte zu einer gewissen Popularität bei Filmfans und zu Remakes und Fortsetzungen. In ersterem wurden handbemalte Puppen verwendet, die die Handlung des Films nachspielten, unterlegt mit dem editierten Filmsoundtrack.

Der US- Filmregisseur Joe Dante beschrieb den Film folgendermaßen:

„Die Besetzung war ohne Ausnahme gräßlich. Die Spezialeffekte waren lächerlich, und armselig waren sogar die paar Szenen mit Lugosi. Die Szene, in der sich Tor Johnson aus dem Grab erhebt, sind die besten fünf Sekunden des ganzen Streifens.“

Gerade deshalb ist die bis heute andauernde Bekanntheit erstaunlich – zeigt aber dass modernere Filme, die wesentlich ausgefeiltere Spezialeffekte als solche Klassiker bieten, viel schneller wieder in der Versenkung verschwinden und keine dauerhafte Fanbase aufbauen können – ganz im Gegensatz zum „Schlechtesten Film aller Zeiten“.

Bildquelle: Distributors Corporation of America – Wikimedia Commons

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